„Herz ohne Fesseln“ von K.C. Wells

„Herz ohne Fesseln“ von K.C. Wells

@ Dreamspinner Press | Cover

Alex hat nur ein Ziel, so viel Geld zu sparen, dass er sich eine eigene Wohnung nehmen und von zu Hause ausziehen kann. Dafür arbeitet er als Kellner im Severino’s und dort lernt er den charmanten Leo kennen, der um einige Jahre älter ist als er selbst. Dennoch zögert er, denn was soll so ein Mann schon von ihm wollen?

Leo, der sich nach dem Tod seines Lebensgefährten in die Arbeit geflüchtet hat, kann seine Augen und auch seine Hände nicht von Alex lassen, seit er ihn das erste Mal im Severino’s gesehen hat. Dennoch hütet sich Leo Alex zu erzählen, dass er ein Dom ist und auch noch einen BDSM-Club besitzt, denn er will ihn nicht verschrecken sondern langsam dorthin bringen. Aber wie so oft geschehen Dinge, die alles durcheinanderbringen.

Der Klappentext hat mich definitiv neugierig gemacht, da gerade solche Geschichten mir sehr zusagen. Nur leider wurde ich mit diesen beiden einfach nicht warm.

Alex ist mir einfach zu schüchtern, zu ängstlich und ich konnte mit ihm als Person überhaupt nichts anfangen. Für mich blieb er auch einfach zu blass und zu nichtssagend. Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn Subs stereotyp dargestellt werden – schüchtern, können keinen Augenkontakt halten, werden gleich rot usw. Auch wenn ich natürlich nachvollziehen konnte, warum er so schnell wie möglich ausziehen möchte – bei der Mutter und bei diesem Bruder hätte ich es nicht anders gemacht.  Jedes Mal wenn diese beiden aufgetaucht sind, wollte ich sie erwürgen.

Leo konnte ich bis zu einem gewissen Grad eher greifen, was sich aber änderte als es zwischen Alex und ihm nicht gut aussah und er dachte, dass alles vorbei ist. Da wurde aus dem mit beiden Beinen im Leben stehenden Mann ein häufchen Elend, der alles und jeden anfährt und in seinem Büro bei etwas alkoholischem dumpf vor sich hin brütet. Diesen Wandel habe ich persönlich überhaupt nicht verstanden, weil es für mich einfach gar nicht zu ihm gepasst hat. Auch wurde mir zu wenig auf seinen verstorbenen Partner eingegangen. Zwei Jahre lang hat er versucht mit dem Verlust umzugehen und kaum trifft er Alex ist alles wie von Zauberhand okay und vorbei? Ich hätte mir zumindest ein paar mehr Erwähnungen erwartet, wenn ich bis knapp vor dem Kennenlernen noch so damit zu kämpfen hatte.

Ich würde ja auch gerne sagen, dass mir die beiden zusammen gut gefallen haben, aber dem war leider nicht so. Für mich gab es so gut wie kein Kribbeln, keine Spannung zwischen den beiden. Da kam nichts rüber und das finde ich wirklich schade. Ich kann nicht mal genau sagen woran es lag, aber es gab einfach keinen Funken der übergesprungen ist. Daher waren auch die Sexszenen für mich relativ blass und nichtssagend. Noch dazu hat mich der massive Gebrauch von dem Wort „Boy“ gestört, da er wirklich exzessiv verwendet wurde. Irgendwann konnte ich nur mehr frustriert schnauben und die Augen verdrehen.

Ich mochte aber ein paar Nebencharaktere – allen voran Pietro. Den fand ich wirklich toll und ich hoffe, dass er zumindest auch eine eigene Geschichte erhält, zusammen mit Miles. Denn über die beiden würde ich gerne mehr erfahren. Und – glaub es oder nicht – ich mochte Dorian, sehr sogar, auch wenn er die Sache zwischen Alex und Leo fast zum Scheitern gebracht hätte. Aber von ihm kam Gefühl und Emotionen rüber und damit hatte er mich definitiv in der Tasche.

Wie ihr seht, hat die Geschichte einfach nicht für mich funktioniert. Daher kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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