“Achtung, Aufnahme!” von Xavier Mayne

“Achtung, Aufnahme!” von Xavier Mayne

@ Dreamspinner Press | Cover

Brandt ist Polizist und soll Undercover in eine Organisation einsteigen bzw. dort vorsprechen. So weit, so gut, nur dass diese Organisation Online-Pornos produziert und Brandt somit nackt vor der Kamera stehen müsste. Brandt ist von dem Ganzen natürlich überhaupt nicht begeistert, aber liefert beim „Vorsprechen“ so eine gute Leistung ab, dass er genommen wird.

Bandts Partner, Donnelly, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Und so kommt es, dass Donnelly Brandt sogar ersteigert, da sich dieser vor dem Höchstbietenden live vor der Webcam ausziehen muss. Plötzlich ändert sich alles zwischen den beiden und sie müssen sich die Frage stellen, was oder wen sie denn eigentlich wollen. Und natürlich sollte nebenbei auch noch der Fall gelöst werden.

Ich muss ehrlich sagen, der Klappentext hat mich neugierig gemacht, aber was ich schlussendlich bekommen habe, damit habe ich nicht gerechnet. Irgendwie war die gesamte Geschichte für mich mehr als unplausibel und verworren. Und jetzt aufgepasst, denn ohne zu spoilern, kann ich meine Gedanken zu dem Buch leider nicht plausibel begründen.

# SPOILER #

Es fängt schon mit dem ganzen Undercover-Fall an. Denn wer zum Teufel soll vor der Kamera, wo er sich ausziehen muss, feststellen oder Beweise finden können, dass hier ein Steuerbetrug vorliegt? Nun ja, klingt für mich ehrlich nicht sehr logisch. Und ich denke mir, die ganzen Steuererklärungen und sonstiges einzufordern hätte da wohl weit mehr gebracht. Aber gut, Brandt musste in diese Organisation rein, und anscheinend fand der Autor diesen Weg am plausibelsten.

Sein Weg dorthin war auch abenteuerlich. Er hat sich als Handwerker ausgegeben bzw. als Student, der Geld braucht und sich daher vorstellen kann sich vor der Kamera auszuziehen. Und um auf sich aufmerksam zu machen, kauft Brandt sich 300 – 400 Dollar teure Jeans, extrem teure Unterwäsche und was weiß ich. Ja, sehr plausibel – Student, der pleite ist, kauft sich teure Klamotten, da man das Geld, wenn es knapp ist, eh für nix anderes braucht als Klamotten. Vermutlich habe ich als Student deshalb nie was zu Essen gehabt. ;-)

Ich hätte auch gut (zähneknirschend *hust*) drüber hinwegsehen können, wenn mich nicht andere Dinge auch noch etwas verwirrt zurückgelassen hätten. Irgendwie waren alle Männer an und für sich hetero, nur dass dann plötzlich beinahe jeder zweite einen festen Freund hatte … ähm, ja. Auch vollkommen plausibel. Weil so etwas wie Bisexualität gibt es ja anscheinend nicht. Zumindest war ich dann schon ziemlich glücklich, dass die beiden Verkäufer schwul waren … also so wirklich schwul … nicht hetero mit der Angewohnheit halt doch irgendwie auf Schwänze zu stehen.

Donnelly war für mich auch so eine verwirrende Konstante, denn ich habe überhaupt nicht nachvollziehen können warum er auf einmal auf Brandt steht, vor allem da ich ihn vorher eher so wahrnahm, dass er von der Vorstellung, schwul zu sein, eher angeekelt war. Und urplötzlich, während dieser Liveübertragung, ändert sich das. Wie gesagt, ich konnte es überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht hätte man da mal Donnelly zu Wort kommen lassen sollen, einfach damit man seine Gedankengänge auch mitbekommt. So war es für mich eher unpassend.

Wie der Fall schlussendlich gelöst wurde, hat mir nur mehr ein müdes Lächeln gekostet. Darauf will ich auch gar nicht weiter eingehen, da ich eh schon sehr viel gesagt habe. Ich begreift wahrscheinlich schon, dass das Buch überhaupt nichts für mich war. Aber zumindest muss ich anmerken, dass ich Bryce und Nestar, die beiden Verkäufer, absolut grandios fand.

Wie gesagt, die Geschichte hat für mich überhaupt nicht funktioniert und ich kann daher auch keine Leseempfehlung aussprechen.

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