“Feuer und Eis” von Andrew Grey

“Feuer und Eis” von Andrew Grey

@ Dreamspinner Press | Cover

Carter liebt seinen Job bei der Polizei, auch wenn es manchmal bedeutet schlimme Dinge zu sehen. So auch in jenem Dienst, als er zu einer häuslichen Ruhestörung gerufen wird und dort Alex findet – ein Kind, das im Dachgeschoss verwahrlost leben muss und mehr als dringend Hilfe braucht. Alex‘ Mutter wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, stirbt dort aber, sodass Alex ohne Eltern dasteht. Das Jugendamt nimmt sich solchen Kindern an und Carter trifft auf Donald, mit dem er vor einige Zeit ein One-Weekend-Stand hatte und der sich dann nie wieder bei Carter gemeldet hat.

Carter überredet Donald, dass Alex bei ihm zu Hause unterkommt und nicht im Heim, bis geklärt ist ob es weitere Verwandte gibt. Donald stimmt dem widerwillig zu. Zusammen kümmern sie sich um Alex und müssen nebenbei feststellen, dass beide ihr gemeinsames Wochenende nicht vergessen konnten. Aber Donald ist verschlossen wie eine Auster und Carter weiß teilweise einfach nicht woran er bei Donald ist.

Sie beide müssen sich fragen, was sie wollen und nebenbei müssen sie sich auch noch die Frage stellen, was aus Alex werden soll.

Wie schon Band 1 hat mir auch dieser Band sehr gut gefallen. Ich mochte Carter, ich mochte Donald, aber ich liebte Alex. Alex war für mich das Herzstück dieser Geschichte und lesen zu müssen, was ihm angetan wurde, ging mir mehr als nah. Wir alle wissen, dass es Kindesmisshandlung gibt, sogar öfter als man denkt, und dann davon zu lesen ist einfach mehr als tragisch. Aber Alex ist tapfer und zu sehen wie er sich Carter und Donald gegenüber öffnet, ist dann einfach wundervoll zu lesen.

Donald selbst hat auch viele Geheimnisse und ist allen gegenüber verschlossen – um sich selbst zu schützen, wie er sagt. Aber auch Donald muss irgendwann lernen, anderen zu vertrauen und ich denke, dass da auch Alex ein ganz großes Stück dazu beiträgt. Außerdem natürlich Carter, der sich stark zu Donald hingezogen fühlt und einfach hinter diese kühle Fassade blicken möchte.

Manche Dinge in dieser Geschichte sind sicherlich relativ unrealistisch, aber da mich die Charaktere so mitgerissen haben, war mir das relativ egal, da es für die Geschichte einfach passte. Ich mochte auch Carters Familie, mit Ausnahme seines Vaters, der einfach nur zum aus der Haut fahren war. Manche Aussagen gingen gar nicht und haben mich mehr als sprachlos zurückgelassen. Trotzdem hätte ich mir da mehr Klärung erwartet, warum die Beziehung zwischen Carter und seinem Vater so schwierig ist.

Trotz allem hat mir die Geschichte aber sehr gut gefallen. Und ich bin mir sicher, wenn man Band 1 mochte, wird man auch von diesem Band begeistert sein.

Weitere Meinungen zum Buch gibt’s bei Laberladen und GayLesen.

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So in etwa sieht auch meine Abstufung aus – ich mochte Band 1, aber von diesem 2. Band war ich begeistert. Alex ist wirklich etwas Besonderes und es ist absolut kein Wunder, dass die beiden Männer komplett dahin geschmolzen sind – mir ging es nicht anders.
LG Gabi