„Alles nur für dich“ von Andrew Grey

„Alles nur für dich“ von Andrew Grey

@ Dreamspinner Press | Cover

Reggie ist der neue Sheriff von Sierra Pines und obwohl er an und für sich seine Sexualität nicht verbirgt, so „stellt er sie auch nicht zur Schau“. Als er an einem Wochenende, das er mit seinen Freundin verbringt, Willy trifft und ihm hilft, denkt er nicht, dass er ihn jemals wiedersehen wird. Aber weit gefehlt, denn Willy ist der Sohn des Pastors von Sierra Pines, der insgeheim sagt, wo es in der Stadt langgeht.

Reggie wahrt Willys Geheimnis, bis dieser dazu stehen kann und möchte. Die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander und beide wissen, dass sie Gefühle für den jeweils anderen entwickeln. Aber Willys Vater, der Pastor, schwebt immer wie eine dunkle Wolke über ihnen, da Willy Angst hat, wenn dieser erfährt, dass er und Reggie Gefühle für einander hegen, er Reggies Karriere zerstören könnte.

Das ist mal wieder eine Andrew Grey Geschichte, die mir wirklich gut gefallen hat. Ich mochte Reggie und Willy, fand sie eigentlich auf Anhieb sympathisch, auch wenn ich Willy teilweise ein wenig kindlich empfand, aber mit so einem dominanten, verbitterten Vater kann ich mir gut vorstellen, dass man selbst eher in so einer Rolle verweilt um keinen Ärger heraufzubeschwören. Das ändert sich aber als Willy Reggie kennenlernt, der mit beiden Beinen fest im Leben steht.

Es ist schön zu sehen wie sich Willy öffnet, wenn er mit Reggie zusammen ist und sich einfach bei ihm wohlfühlt. Als es jedoch so aussieht, als würde Reggie geoutet werden, verfällt Willy in Panik und muss sich selbst die Frage stellen, wie er sein Leben weiterleben möchte. Da sieht man dann auch schön, welche Entwicklung Willy mitgemacht hat. Und in einer Szene, wo er seinem Vater Paroli bietet, ist man mehr als nur stolz auf ihn, da man weiß, dass er nun seinen eigenen Weg gehen wird.

Es gibt auch einen kleinen Crime-Anteil, der jetzt aber nicht wirklich viel Platz einnimmt und eher nebenbei läuft. Ich persönlich hätte ihn jetzt nicht in der Geschichte gebraucht, aber er hat mich auch nicht weiter gestört. Auch bei Willys Vater bin ich auch noch ein wenig skeptisch. Ich weiß nicht, ob man nach einem Schicksalschlag sich so sehr verändern kann, dass man eine 180 Grad Drehung macht, aber Trauer kann auch vieles in einem bewegen. Dass man dann aber sein Verhalten wieder um 180 Grad ändert lässt mich dann doch ein wenig skeptisch zurück.

Alles in allem eine schöne und auch ruhige Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.

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