„Ein kleines bisschen Versuchung“ von N.R. Walker

„Ein kleines bisschen Versuchung“ von N.R. Walker

@ Cursed Verlag | Cover

Henry hat es zur Zeit nicht leicht. Sein langjähriger Partner hat ihn verlassen und ihm auch noch ins Gesicht gesagt, dass er dick und alt sei. Das möchte Henry nicht auf sich sitzen lassen und will sein Leben umstellen, auch, um seinen Partner möglicherweise zurückzugewinnen, sodass er sich auch in einem Fitnessstudio anmeldet. Dort trifft er Reed, seinen Personal Trainer, der ihm dabei helfen will, dass Henry fit wird.

Mit jedem Work-out mehr verstehen sich die beiden besser und die Anziehung, die von beiden ausgeht, kann bald keiner der beiden mehr leugnen. Doch Henry traut dem ganzen nicht, denn was soll so ein perfektes Exemplar von einem Mann nur an ihn finden? Und Henry muss irgendwann begreifen, dass Liebe keine Frage der Figur oder des Alters ist.

Henry hat sich gleich zu Beginn in mein Herz gemogelt, da ich seine Gefühle, Handlungen sehr gut nachvollziehen konnte. Es ist schon schlimm genug verlassen zu werden, aber mit diesen Worten, das ist noch viel schmerzhafter. Dass er dann etwas verändern möchte, konnte ich daher gut verstehen. Henry hat eine sehr witzige Seite an sich, wobei ich denke, dass es oft auch Eigenschutz ist. Er hat sich oft – auch auf witzige Art und Weise – selbst niedergemacht, vermutlich auch in dem Wissen es zu tun, bevor es möglicherweise ein anderer tut. Doch Reed hilft ihm sich wirklich zu sehen, motiviert ihn und ist gewillt ihm zu zeigen, dass er alles schaffen kann, wenn er es wirklich möchte.

Reed ist einfach wunderbar und einfach ein toller Kerl. Er hilft Henry so gut er nur kann und sieht in ihm weit mehr als es vermutlich Henry selbst tut. Er sieht hinter das Äußere, ist mehr auf das Innere bedacht und sieht Henry daher wie er wirklich ist. Ihm stinkt es, dass ihn andere nur auf sein Äußeres reduzieren und deshalb mit ihm ausgehen, mit ihm zusammen sein wollen, deshalb findet er die Zeit mit Henry umso schöner, da er bei ihm einfach er selbst sein kann.

Die Beziehung der beiden entwickelt sich sehr langsam, aber ich finde, genau in diesem Fall einfach sehr passend. Henry wurde erst vor Kurzem verlassen und auch Reed hat eine nicht so schöne Beziehung hinter sich. Dennoch merkt man mit jeder Seite, dass die beiden einfach sehr viel füreinander empfinden. Es gibt auch kein nennenswertes Drama, aber das braucht es hier auch gar nicht. Im Gegenteil, gerade diese ruhige Erzählweise passt einfach auch perfekt zu Henry und Reed.

Die Geschichte ist eigentlich eine Selbstfindungsreise für Henry, in der er lernt, dass er erreichen kann was er möchte und dass Liebe unabhängig vom Aussehen entsteht und bestehen kann. Und dass man einfach man selbst sein kann.

Ich bin wirklich hellauf begeistert von dieser Geschichte und werde sie definitiv nicht das letzte Mal gelesen haben. Daher eine klare Leseempfehlung von meiner Seite.

Weitere Meinungen zum Buch gibt’s bei Laberladen und GayLesen.

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Also, von der Inhaltsbeschreibung her würde mich das Buch jetzt nicht ansprechen. Deine Begeisterung habe ich aber aufgeschnappt – die macht neugierig. Ich merke es mir mal, derzeit halte ich die Augen nach dem nächsten Liebesroman offen.

Liebe Grüße,
Nicole