“Es war einmal … ein Wolf” von Rhys Ford

“Es war einmal … ein Wolf” von Rhys Ford

Band 1 der Pfad der Wölfe Serie

@ Dreamspinner Press | Cover

Info: Die Rezension wurde ursprünglich für das englische Original geschrieben, aber da ich die deutsche Übersetzung ebenso gelesen habe, gilt diese auch für die Übersetzung.

Viele wissen vermutlich, dass ich nur wenige Gestaltwandlerbücher lese, da es nicht wirklich mein Genre ist. Aber bei Rhys Ford musste ich eine Ausnahme machen, und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl „Once Upon A Wolf“ eine Kurzgeschichte ist, bekommen die Charaktere genug Zeit, damit man sie näher kennenlernt, was gerade bei Kurzgeschichten oft zu kurz kommt.

Gibson und Zach treffen sich zum ersten Mal, als Zach von Gibsons Bruder, Ellis, durch den Wald gejagt wird und schlussendlich kopfüber in einem See landet. Ellis lebt seit ungefähr zwei Jahren in seiner Wolfsform. Gibson rettet Zach und bringt ihn zu seiner und Ellis‘ Hütte, wo Zach hinter das Geheimnis der Brüder kommt, da er einen missglückten Verwandlungsversuch von Ellis beobachtet.

Die Geschichte ist relativ ruhig und eher eine Einführung in die Serie, so nimmt auch Ellis einen großen Platz darin ein. Was ich persönlich überhaupt nicht schlimm finde, da Gibson und Zach trotzdem genug Zeit bekommen, dass man sieht wie sich ihre Beziehung entwickelt. Alle drei Charaktere sind sympathisch, aber am meisten hat es mir wirklich Ellis angetan, den die Dämonen des Krieges verfolgen, weshalb er sich seit zwei Jahren nicht in einen Menschen gewandelt hat. Gibson kümmert sich liebevoll um seinen Bruder und wünscht sich nichts mehr, als dass sich Ellis endlich wieder wandelt, die Dämonen hinter sich lassen kann.

Ich möchte auch noch die beiden Nebenprotagonisten Martha und Ruth, ein lesbisches Pärchen, hervorheben, die sich wunderbar in die Geschichte einfügen und einfach toll dargestellt sind.

Dennoch gibt es einen kleinen Minuspunkt, so wird zwar ab und zu von den Familien von Zach und Gibson gesprochen, aber irgendwie bleibt dies eher wage. Ich hoffe, das ändert sich vielleicht im nächsten Band, da ich darüber definitiv mehr erfahren möchte. Auch das Ende ging mir ein wenig zu schnell, da hätte ich mir ein, zwei Kapitel mehr gewünscht.

Alles in allem aber ein wirklich wundervolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Die Übersetzung an sich hat mich nicht so gut gefallen wie das Original, da sie an manchen Stellen etwas holprig war. Aber es tut zumindest der Geschichte keinen Abbruch.

PS: Ich finde das Cover wirklich schön und für die Geschichte mehr als passend. Das Auge isst ja doch ein wenig mit.

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