„Q*Pid“ von Xavier Mayne

„Q*Pid“ von Xavier Mayne

@ Dreamspinner Press | Cover

Fox ist der letzte Single in seinem Freundeskreis und auf der Suche nach der richtigen Frau. Dabei soll ihm seine Q*Pid App helfen, die mittels künstlicher Intelligenz – Archer – das perfekte Gegenstück finden soll. Fox sieht sich somit dem Punkt, seine Traumfrau zu finden, einen Schritt näher. Tatsächlich erhält er einen Vorschlag nahe der 100%, nur ist dieser Vorschlag ein Mann. Und somit überhaupt nicht das, was sich Fox eigentlich vorgestellt hat. Das gleiche gilt für Drew, der besagter Vorschlag ist. Und dennoch treffen sie sich und sehen einer guten Freundschaft entgegen … oder vielleicht doch mehr?

Zuallererst musste ich über Fox wirklich den Kopf schütteln. Erfolgreich, gut aussehend und völlig schräg … Welcher Mann legt schon Listen und Tabellen an, um die Frauen, mit denen er ausgeht, zu bewerten? Fox ist mehr als analytisch und hat einen Plan im Kopf, von dem er nicht abweicht, ebenso wie seine Traumfrau zu sein hat. Nur hat es bis jetzt nicht gut funktioniert, was ihn insgeheim immer mehr frustriert. Seine Welt gerät aus den Fugen, als Q*Pid ihn Drew als Vorschlag schickt, und zwar mit sehr hoher Übereinstimmung. Zuerst will er den Vorschlag löschen, aber irgendwas hält ihn davon ab. Und so treffen sich die beide, einfach um zu sehen, ob sie vielleicht Freunde werden können.

Drew ist von seiner Art her ganz anders als Fox. Er ist ein Doktorand, der jeden Penny zweimal umdrehen muss und lässt sich sehr von seinen Gefühlen leiten. Als ihm von Q*Pid Fox vorgeschlagen wird, ist er zuerst sehr überrascht, aber auch neugierig. Er will unbedingt wissen, ob er und Fox sich wirklich so gut verstehen würden, wie die App es ihnen glauben machen will. Und was soll man sagen, ja, so unterschiedlich sie teilweise auch sind, sie ergänzen sich perfekt und haben dennoch einiges gemeinsam.

Die Freundschaft der beiden entwickelt sich schnell, einfach weil sie sich so gut verstehen und gerne etwas miteinander unternehmen. Langsam wird beiden bewusst, dass da vielleicht doch etwas mehr zwischen ihnen sein könnte, doch gerade Fox, der so einen starren Plan vor Augen hat, fällt es schwer, sich damit auseinanderzusetzen. Drew, als sein perfektes Gegenstück, fällt es etwas leichter, was er auch gerne mit seinem Wissenschafts-Gen erklärt.

Es ist eine Geschichte, wo man sich die Frage stellt, ob man nicht manchmal doch über den Tellerrand blicken und etwas anderem die Chance geben soll, als man sich immer vorgestellt hat. Es ist auch eine Geschichte über Selbstfindung und dem Akzeptieren, dass man im Endeffekt sich selbst und nicht andere glücklich machen soll – ob diese es von einem verlangen oder nicht. Es geht darum, die wahre Liebe zu finden, denjenigen, der einen ergänzt … oder eher, der einen vollkommen macht.

Auch die Nebencharaktere sind schön ausgearbeitet. Vor allem Mrs. Schwartzmann fand ich großartig, die Drew mit Rat und Tat und so mancher erfundenen (oder doch nicht?) Geschichte zur Seite gestanden ist. Ebenso Fox‘ bester Freund, Chad, und dessen Frau, Mia, die Fox unterstützt haben, auch dann, wenn er es nicht hören wollte. Ein großes Highlight war auch Archer, die künstliche Intelligenz – ich mochte ihn wirklich.

Manchmal war mir die Geschichte etwas zu langatmig, vor allem im Mittelteil. Aber im Großen und Ganzen war es ein schöner Lesegenuss und ich habe mit Drew und Fox mitgefiebert. Daher eine klare Leseempfehlung.

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