„Wanted: Bad Boyfriend“ von TA Moore

„Wanted: Bad Boyfriend“ von TA Moore

@ Dreamspinner Press | Cover

Nathan hat es nicht leicht. Sein Job als Weddingplaner fordert ihn sehr und privat kann er sich noch damit herumschlagen, dass ihn so ziemlich jeder verkuppeln will bzw. ihn damit in den Ohren liegt, eine Beziehung einzugehen. Und das will Nathan überhaupt nicht, er will nur seine Ruhe haben und zu Hause entspannen. Bis in ihm der Plan heranreift, sich den schlimmsten Freund zuzulegen, damit ihn jeder lieber als Single sehen würde. So weit, so gut. Das Objekt seiner Begierde ist leicht gefunden, denn Flynn repräsentiert den Bad Boy der Insel. Er muss ihn nur dazu bekommen, mitzuspielen. Das schafft er sogar, nur ist Flynn leider überhaupt kein schlechter Freund und Nathan muss sich die Frage stellen, ob es vielleicht doch nicht ganz so übel ist, in einer Beziehung zu sein …

Nathan ist Weddingplaner im Granshire Hotel und hat da wirklich sehr viel zu tun, sodass er in seiner Freizeit einfach nur seine Ruhe haben möchte. Die wird ihm eben von seiner Mutter, seinem besten Freund und vielen anderen nicht gewährt, da sie der Meinung sind, dass er einen Freund braucht. Ich denke, viele die in Nathans Alter sind (Ende 20, Anfang 30) haben mit so was schon zu kämpfen gehabt. Ich ebenso, weshalb ich Nathan sehr gut verstehen kann, auch wenn ich wohl nie zu so einen Plan gegriffen hätte. Es ist ermüdend und nervig sich jedes Mal aufs Neue rechtfertigen zu müssen. Nur hätte er eben nicht damit gerechnet, dass er sich so gut mit Flynn verstehen würde und der alles andere als ein schlechter Freund ist. Und diese Erkenntnis ist wundervoll zu lesen. Zuerst unbewusst, dann immer offensichtlicher entwickelt Nathan für Flynn Gefühle, auch wenn er es sich selbst am Anfang nicht so wirklich eingestehen wollte.

Von Flynn war ich von Anfang an begeistert. Er ist sozusagen das schwarze Schaf der Insel und es gibt tausende Gerüchte über ihn, eines verrückter als das andere. Aber Flynn interessiert es nicht und er will einfach nur in Ruhe leben, in seiner Werkstatt arbeiten und Leute retten. Trotzdem gibt es eine gewisse Spannung zwischen Flynn, Nathans bestem Freund und dessen Vater, dem das Granshire Hotel gehört und somit Nathans Boss ist. Das klärt sich erst relativ spät auf, auch wenn ich mir den Grund dafür schon früher gedacht habe. Das ist auch der Grund warum er bei Nathans Spielchen mitmacht – so kann er die beiden ärgern. Aber je mehr Nathan und Flynn miteinander zu tun haben, desto mehr begreift man, dass Flynn einfach ein toller Kerl ist und ein weiches Herz hat. Ein Herz, das immer mehr für Nathans zu schlagen scheint.

Es gibt sehr viel Spannungspotenzial, da eben fast niemand mit der Beziehung der beiden einverstanden ist. Positiv hervorheben möchte ich hierbei Nathans Mutter, die zwar auch relativ schräg, aber sehr sympathisch ist. Die sich zwar die Insel-Gerüchte gerne anhört, aber auf diese keinen Wert legt und die Menschen nach ihren Taten beurteilt. Nathans bester Freund, Max, hat mir Kopfzerbrechen bereitet, weil ich mit manchen Handlungen gar nicht einverstanden war und ich ihn da am liebsten erwürgt hätte. Dennoch hat er einen guten Kern, obwohl ich seine Abneigung Flynn gegenüber nicht so wirklich nachvollziehen konnte. Immerhin war Flynn nicht der böse schwarze Mann und hat eigentlich nichts verbrochen. Max‘ Vater war schrecklich und ich hätte ihn am liebsten die Klippen runtergestoßen, wenn ich so ehrlich sein darf. Zuallererst mischt er sich in Dinge ein, die ihn überhaupt nichts angehen und zweitens ist er ein Feigling, der die Schuld auf andere abwälzt anstatt dazu zu stehen und einfach darüber hinwegzukommen.

Wie gesagt, die Szenen zwischen Flynn und Nathan sind wirklich toll und man spürt die Chemie zwischen den beiden. Es ist schön zu lesen wie sie einander näher kommen und hofft, dass die beiden es zusammen schaffen werden, auch wenn die Zeichen und Inselbewohner nicht günstig stehen.

Es ist eine schöne Geschichte mit wenigen Höhen und Tiefen, aber wunderbar für ein entspanntes Wochenende. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und ich bin gespannt, ob wir vielleicht Max‘ Geschichte mal hören werden.

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