„Ihm zu vertrauen“ von Grace R. Duncan

„Ihm zu vertrauen“ von Grace R. Duncan

@ Cursed Verlag | Cover

Mal hat sich seit zwei Jahren aus der Szene zurückgezogen und auch nicht die Absicht, jemals wieder zurückzukommen. Zu tief sitzt in ihm die Schuld, daran schuld zu sein, dass sein damaliger Sub einem Verbrecher zum Opfer gefallen ist. Jedoch überredet ihn sein bester Freund dennoch zu einem Clubbesuch, und ausgerechnet an dem Abend kann man sich einen Sub ersteigern. Mal ist hin und weg von Kyle und ersteigert ihn. Die beiden harmonieren perfekt und ihre Gefühle und ihre Leidenschaft werden immer größer. Doch Kyle ist nicht geoutet, da seine Eltern ihn wohl verstoßen würden, was auch geschieht.

Der Klappentext klingt wirklich interessant und hat mich gleich mal neugierig gemacht. Nur leider ist davon in der Geschichte nicht viel übrig, da die häufigen Sexszenen alles andere überdecken. Man lernt die Charakter zwar etwas kennen, aber sie können sich nicht wirklich weiterentwickeln, die Beziehung kann für mich nicht nachvollziehbar reifen, da der Sex das immer wieder unterbricht. Ich weiß, dass gerade bei den BDSM-Geschichten solche Sexszenen häufig vorkommen und ich habe auch an und für sich kein Problem damit, wenn sie die Geschichte voranbringen. Nur leider ist das hier überhaupt nicht der Fall. Die Sexszenen sind ausführlich beschrieben, der Rest eher weniger. So wird die Sache mit Kyle und seinen Eltern nach ein paar Seiten wieder abgetan und spielt dann auch irgendwie keine Rolle mehr. Die Sache mit Mal und seinem alten Sub ist dann auch nicht mehr wirklich der Rede wert. Und das ist einfach schade, da man aus diesem Plot sehr viel hätte herausholen können.

Der Schreibstil ist gut und flüssig, die Charaktere eigentlich auch sympathisch, wenn ihnen mehr Raum geboten hätte werden können. Die Sekundärcharaktere – vor allem das befreundete Pärchen von Mal – sind auch gut dargestellt, aber sind auch eher etwas blass gehalten. Es fehlt einfach an Tiefe. Und das ist wirklich schade, denn wie gesagt, der Plot gibt einiges her.

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