Montagsfrage: Gibt es Autoren bei denen ihr im Zwiespalt seid sie zu lesen, weil ihr mit ihren Ansichten/Handlungen oder gar Aspekten ihres Werks nicht übereinstimmt?

Montagsfrage: Gibt es Autoren bei denen ihr im Zwiespalt seid sie zu lesen, weil ihr mit ihren Ansichten/Handlungen oder gar Aspekten ihres Werks nicht übereinstimmt?

Svenja, vom Blog Buchfresserchen, stellt jeden Montag eine Frage rund ums Thema “Bücher”. Heute ist es eine relativ ernste Frage, und ja, ich bin diesbezüglich auch bei diversen Autoren im Zwiespalt.

1) Abigail Roux

Ich mochte die ersten fünf Bände ihrer Ty & Zane Serie, die sie zusammen mit Madeleine Urban schrieb, aber nachdem sich das Duo “getrennt” bzw. Madeleine mit dem Schreiben aufgehört hat, ging es auch mit der Serie bergab. Die Charaktere und die Plots wurden immer unglaubwürdiger und der Charme war einfach weg. Zum Glück, denn ich erfuhr bzw. habe mitbekommen, dass Abigail gerne über die Verfasser negativer Rezensionen hergefallen ist und sie auch öffentlich bloßgestellt hat. Es gab dann noch weitere negative Aussagen, die mich dermaßen abgestoßen haben, dass ich seitdem kein Buch mehr von ihr angegriffen habe und es auch nicht mehr werde.

2) Tara Lain

Ich habe damals den ersten Band ihrer Love in Laguna Reihe sehr gemocht und dann natürlich auch den zweiten Band gelesen – hätte ich es mal lieber nicht getan. Seitdem bin ich nämlic wirklich in einem Zwiespalt und ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich wieder ein Buch von ihr in die Hand genommen habe. In diesem Buch kommt es wiederholt zu sexeller Nötigung (ob jetzt einer durch Alkohol, unbewusster Einnahme von Drogen oder Schlaf oder was auch immer), was an und für sich nicht das Problem ist, wenn das Thema als solches aufgegriffen wird. Ist hier aber nicht der Fall, es ist einfach völlig okay.  Das wiederholte Autofahren während man betrunken ist und die dermaßen stereotypen und – sorry – dämlichen Protagonisten (ein Protagonist geht mit einem Kerl aus und wird von ihm und dessen Freunden unter Drogen gesetzt und fast vergewaltigt, und der Protagonist hat nichts anderes zu tun als ihn nicht anzuzeigen und danach wieder mit diesem Kerl auszugehen und dann noch mal fast vergewaltigt zu werden) waren dann sozusagen das Pünktchen auf dem i.  Man sieht, ich werde noch immer stocksauer, wenn ich an dieses Buch denke, und ich weiß nicht inwiefern die Geschichte vielleicht auch die Autorin spiegelt, aber in meinem Kopf ist es eng miteinander verknüpft, sodass es mir wirklich schwerfällt, ein Buch von ihr zu lesen, ohne an diese Geschichte zu denken.

Wie sieht es bei euch aus? Gibt es für euch Autoren, bei denen ihr auch so empfindet?

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Bei Abigail Roux sind wir absolut einer Meinung. Die Frau hat sich charakterlich dermaßen in aller Öffentlichkeit schriftlich daneben benommen, dass ich schon grundsätzlich keine Bücher von ihr mehr lesen möchte. Und da sie ohne ihre “Schreib-Partnerin” auch wirklich schlechter schreibt, ist es auch nicht schade drum.

Von Tara Lain habe ich noch nichts gelesen, aber ich kann nachvollziehen, wieso Du Dich über ihre Bücher und gewisse Handlungsabläufe geärgert hast. Wenn Gewalt als etwas völlig normales dargestellt wird, vergeht mir auch die Lust an diesem Buch.

LG Gabi

Huhu,

ich finde Autor_innen, die auf Rezensent_innen losgehen, einfach nur peinlich. Wenn man etwas veröffentlicht, muss man nun mal damit leben, dass das nicht alle gut finden werden. Statt dann auszuflippen, sollte man die Kritik vielleicht mal überdenken, ob nicht vielleicht ein Körnchen Wahrheit drinsteckt.

Montagsfrage auf dem wortmagieblog
Viele liebe Grüße,
Elli