„Herz zum Mitnehmen“ von Renae Kaye

„Herz zum Mitnehmen“ von Renae Kaye

@ Cursed Verlag | Cover

Liam ist sich sicher: Er ist nicht schwul, und dass er jeden Morgen die Begegnung mit einem Mann herbeisehnt ändert nichts daran. So denkt Liam zumindest. Aber als Jay ihn anspricht und Liam sich immer mehr zu ihm hingezogen fühlt, fängt er an zu begreifen, dass er Männern doch nicht so abgeneigt ist. Die Frage, die er sich nun stellen muss, ist, ob er offen dazu stehen kann, vor allem da sein Vater klipp und klar gemeint hat, dass keiner seiner Söhne schwul zu sein hat.

Jay ist eine Quasselstrippe, extrem sympathisch und ein kleiner Paradiesvogel mit einer mehr als verrückten Familie. Jay ist mit sich und seiner Sexualität im reinen, ab und zu kommen aber immer wieder Gedanken hoch, wo er sich selbst fragt, ob er jemals einen Partner finden wird, der ihn so akzeptiert wie er ist – und seine Familie dazu. Doch mit Liam scheint dieser Wunsch immer näher zu rücken. Freundschaft wird zu mehr, und Jay hilft Liam sich selbst zu finden und seine Sexualität zu erforschen.

Liam denkt, wie schon erwähnt, dass er nicht schwul ist. Doch als sich aus der Freundschaft zu Jay mehr entwickelt, muss er diese Annahme revidieren – obwohl er es insgeheim immer schon geahnt hat. Doch so richtig wird ihm das erst bewusst, als er Jay rettet, der Opfer eines Gay-Bashings wird. Liam wächst in diesem Moment über sich hinaus – und das trotz seines kaputten Beines, das ihn selbst sehr belastet, da er sich selbst als Krüppel sieht. Schön zu lesen war auch, dass sich Liam, sobald er sich seiner Gefühle für Jay wirklich bewusst war, diese eingestanden hat und zu Jay eigentlich immer ehrlich war – auch wenn er mal Zweifel oder Unsicherheit verspürt hat.

„Herz zum Mitnehmen“ ist eine tolle Geschichte mit wenig Drama – einfach ein Buch zum Wohlfühlen. Liam und Jay passen einfach perfekt zusammen und ergänzen sich auch vollkommen. Gesucht und gefunden, möchte man da sagen. Es ist schön zu lesen, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt und sie einander helfen und Halt geben, wie sie zusammen auch schwierige Momente durchstehen.

Auch die Nebenprotagonisten sind wunderbar, vor allem Jays Schwestern, was das Abendessen bei Jays Familie umso amüsanter macht. Aber auch Liams Familie ist toll, seine Brüder, seine Mutter, selbst sein Vater. Ja, Liams Vater hat Probleme mit dessen Schwulsein, aber er liebt Liam und das zeigt er auch. Und ich hoffe, dass er früher oder später Jay akzeptieren kann. Vielleicht erfahren wir in den anderen Bänden mehr darüber, es würde mich wirklich freuen.

Alles in allem eine wunderbare und süße Geschichte, die ich definitiv nicht das letzte Mal gelesen habe. Daher gibt es von mir definitiv eine Leseempfehlung.

Loading Likes...

Hinterlasse einen Kommentar

  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: