“Frog” von Mary Calmes

“Frog” von Mary Calmes

Weber, dessen Traum es ist ein professioneller Rodeoreiter zu werden, muss der Wahrheit ins Auge sehen, dass er mittlerweile zu alt dafür ist und sich eher auf eine Ranch als Ranchhelfer sollte niederlassen. Jahrelange reiste er von einem Staat in den anderen, von einer Ranch zur anderen und versuchte zu überleben. Der einzige Lichtblick ist Cyrus, ein erfolgreicher Neurochirurg, den er immer wieder besucht, wenn er in der Nähe von San Francisco ist. Wobei er nach wie vor nicht versteht, was Cyrus in einem Frosch wie ihn sieht.

Cyrus ist beruflich sehr erfolgreich, aber alles was er möchte ist Weber – Weber, der in seinem Leben bleibt und ihn nicht immer wieder aufs Neue verlässt, sodass es ihm das Herz bricht. Nach einem Streit, wo Cyrus Weber ein Ultimatum gestellt hat, hat dieser nun eine letzte Chance, Weber zu zeigen, dass er ihn liebt wie er ist und ihn wirklich ins einem Leben möchte. Dass seine Schwester, deren Ehemann mit der Nanny durchgebrannt ist, Weber bittet auf ihre drei Söhne aufzupassen, da sie ihm vom ersten Moment an vertraut haben, hilft bei diesem Vorhaben. Denn Weber, Gentleman der er ist, willigt ein.

Frog wird aus der Ich-Perspektive von Weber erzählt, was ich wirklich passend fand. Gerade Weber ist das Herzstück dieser Geschichte und mit seiner höflichen, netten, besonnenen Art ein Traum von einem Mann – kein Wunder, dass sich Cyrus in ihn verliebt hat. Weber fühlt sich selbst als nicht gut genug für Cyrus, betont dies auch und kann einfach nicht verstehen, was dieser in ihm sieht. Er ist auch sehr stolz und will alles alleine schaffen, wodurch er ab und zu natürlich mit Cyrus aneinandergerät, der dies überhaupt nicht nachvollziehen kann. Als Cyrus Schwester in bittet, auf die Kinder aufzupassen, stimmt er zu. Und es ist wirklich schön zu lesen, wie sehr sie ihm vertrauen, wie sehr er eigentlich Cyrus‘ gesamte Familie um den Finger wickelt.

Cyrus ist normalerweise sehr distanziert und reserviert, nur wenn Weber in der Nähe ist kommt er aus sich heraus. Er möchte nichts mehr als Weber an seiner Seite zu haben und mit ihm zusammen ein Leben aufzubauen. Für ihn ist Weber perfekt und wie er selbst sagt, „die Liebe seines Lebens“.

Weber und Cyrus haben so eine wundervolle Dynamik, dass man sich den beiden nicht entziehen kann. Man spürt, wie sehr sie einander lieben und brauchen, wie sehr sie nach dem anderen sehnen. Aber wie gesagt, Weber ist sehr stolz und will nicht das schmucke Beiwerk von Cyrus sein. Dass er eigentlich so viel mehr ist, der Fels in der Brandung, nicht nur für Cyrus, auch für dessen Schwester und dessen Neffen, ist ihm am Anfang überhaupt nicht bewusst. Und eigentlich ist er ein Familienmitglied, er weiß es nur noch nicht.

Auch die Nebenprotagonisten sind einfach toll. Ich mag die drei Neffen von Cyrus, die einfach noch mehr Leben in die Geschichte bringen und auch einen großen Platz in der Geschichte einnehmen. Trotzdem nie so viel, dass man das Gefühl hat, dass Cyrus und Weber bzw. ihre sich festigende Beziehung zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Alles fügt sich wunderbar ein.

Für mich eine absolute Wohlfühlgeschichte, die ich sicherlich schon an die zehnmal gelesen habe und noch immer begeistert bin. Daher eine klare Leseempfehlung für alle, die einfach mal die Seele baumeln und ein wunderbar romantisches Buch ohne Drama lesen wollen.

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