„Fliegende Cupcakes“ / „Coming Home“ von M.J. O‘Shea

„Fliegende Cupcakes“ / „Coming Home“ von M.J. O‘Shea

@ Dreamspinner Press | Cover

Tallis kommt zurück nach Rock Bay, einer Kleinstadt voller engstirniger Leute und wo sich einfach nichts verändert, da er seinen Job und seine Wohnung verloren hat und bei seiner Oma untergekommen ist. Durch seine Vergangenheit ist ihm nicht wirklich jemand wohlgestimmt, aber er findet zumindest einen Job als Barista bei Lex. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte, denn Lex ist ein “früheres Schulopfer” von Tallis und dementsprechend nicht gut auf ihn zu sprechen. Dennoch kommen sich die beiden näher und Lex sieht, dass Tally anders ist.

Tally ist ein relativ komplexer Charakter. In seiner Jugend sehr beliebt, aber dennoch immer dazu gezwungen sich selbst zu verleugnen. Als es einen Skandal mit seinem Vater gibt, zieht er mit seiner Mutter weg. Als er sich dann auch noch als Homosexuell outet, war er auf sich allein gestellt, da seien Mutter der Meinung war und immer noch ist, dass dies ihrem Ansehen schaden würde. Als er in die Stadt zurückkommt, hat er nur seine Großmutter, die zu ihm hält, und Lex, der ihm eine Chance gibt, obwohl Tally ihn in den Jugendjahren gemobbt hat. Man sieht, welch guten Kern Tally eigentlich hat und dass er einfach nur angenommen und akzeptiert, geliebt werden möchte.

Lex war mir auf Anhieb sympathisch. Er ist einfach eine gute Seele und gibt sogar dem alten Tyrannen seiner Jugend einen Job, auch wenn es am Anfang etwas widerwillig geschieht. Doch mit der Zeit sieht er, dass Tally ein guter Kerl ist und unterstützt ihn – auch vor böswilligen Kunden. Natürlich hätte er sich nicht gedacht, dass sich zwischen ihm und Tally mehr entwickeln könnte, aber es geschieht und die beiden passen einfach toll zusammen.

Die Liebesgeschichte ist toll und hat mich gut unterhalten, und beide Protagonisten sind mehr als sympathisch. Dennoch stellt man sich immer die Frage: “Wird Tally bleiben?” Man hofft es, für Lex, für Tally, für beide, weil man einfach merkt, dass die beiden zusammengehören.

Leider gibt es aber auch einen Kritikpunkt. Das letzte verflixte Viertel rutscht einfach so sehr ins melodramatische ab, dass es mir den Lesegenuss etwas gestört hat. Das hätte es echt nicht gebraucht und war für mich auch überhaupt nicht nachvollziehbar, was ich wirklich schade fand.

Trotzdem vergebe ich eine Leseempfehlung, weil die Geschichte an sich wirklich gut und lesenswert ist.

* Ich habe das Original “Coming Home” und die deutsche Übersetzung gelesen.

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