„Rumble & Rush“ von Cat T. Mad

„Rumble & Rush“ von Cat T. Mad

@ Cat T. Mad | Cover

Ich hätte nie gedacht, dass ein Buch über Krabbenfischer mich so begeistern könnte, doch Cat T. Mad hat mich eines besseren belehrt.

Dieses Buch ist in zwei Teile geteilt. Der erste spielt auf der ‘Rumble’, wo der Journalist Arden Wayland feststellt, dass beim Kapitän Allan der Spruch ‘harte Schale, weicher Kern’ durchaus passend ist und er sich dessen Anziehungskraft nicht wirklich entziehen kann. Nebenbei muss er auch noch für ein verletztes Besatzungsmitglied einspringen, und als wäre das nicht genug, verdreht ihm auch noch Gyl, ein weiteres Besatzungsmitglied den Kopf. Und so hat er sich das Ganze sicherlich nicht vorgestellt.

Der zweite Teil spielt auf der ‘Rush’, wo Gyl, nach seinem Weggang von der ‘Rumble’ arbeitet und dem dortigen Kapitän Kyle unter die Arme greifen soll. Normalerweise macht das Kyles Bruder, doch dieser muss für seinen Vater einspringen und das zweite Schiff übernehmen. Eigentlich klar, dass man davon ausgeht, dass Kyle Gyl den Kopf verdreht, doch falsch gedacht, immerhin gibt es zwei Rotschöpfe, und einer davon zieht wie ein Sturm in sein Herz ein. Und apropos Sturm, auch der spielt hier eine wichtige Rolle.

Die Autorin schafft es Gefühl rüberzubringen. Auch wenn die Geschichten an sich eher Kurzgeschichten waren, so konnte ich mich doch gut auf die Charaktere einlassen. Jeder hat seine Eigenheiten und die kommen auch deutlich hervor.

Sie schafft es auch, das Leben an der Beringsee bzw. während des Krabbenfangs gut darzustellen. Man sieht die Kraftanstrengung, das Arbeiten bis an die Grenzen und natürlich auch die Gefahr, die trotz allem allgegenwärtig ist. Aber zumindest wird die Kälte der See mit heißen expliziten Szenen erwärmt, bis das Happy End schlussendlich auch das letzte Eis zum schmelzen bringt.

Wie schon gesagt, mag ich den Schreibstil dieser Autorin, weil er einfach lebendig wirkt und den Leser gefangen hält. Die Gefühle gehen auf den Leser über und man bangt bis zum Schluss mit den Männern mit.

Von mir aus, hätten es gerne zwei Einzelbände sein können, weil ich die Jungs in mein Herz geschlossen habe, und natürlich auch gerne mehr über sie und die Beringsee erfahren hätte. Außerdem war ich nicht sehr glücklich darüber, dass Kyle nicht sein Happy End bekommen hat, aber ich hoffe, dass die Autorin ihm dieses irgendwann mal gewährt. Ich würde nämlich sehr gerne mehr über die Jungs lesen.

Alles in allem ein sehr schöner Lesespaß, den ich nur weiterempfehlen kann.

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