“High Voltage: Brooklyn Boy” von Julie Renard

“High Voltage: Brooklyn Boy” von Julie Renard

@ Cursed Verlag | Cover

Colin arbeitet als Barkeeper im High Voltage und lebt für seine One-Night-Stands. Beziehungen und Gefühle gehen bei ihm gar nicht, doch dann taucht Juli auf, den er verletzt und unterkühlt in einer Seitengasse des Clubs entdeckt, und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Juli schleicht sich in sein Herz, doch Colin will seinen Prinzipien treu bleiben … eigentlich.

Ich habe von der Autorin noch nichts gelesen, bin aber wirklich hellauf begeistert. Am Anfang tat ich mir ein wenig mit dem Schreibstil schwer, da er für mich etwas unrund und abgehakt war.  Aber mit der Zeit wurde es besser und ich konnte mich voll und ganz auf die Jungs und die Geschichte einlassen.

Juli habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Für sein Alter ist er definitiv reifer und er hat schon so viel in seinem Leben erlebt, was man niemanden wünscht. Am 21. Geburtstag von Vater verprügelt und aus dem Haus geschmissen, landet er in einer Seitengasse des High Voltage, wo ihn Colin findet. Doch eigentlich fängt seine Entwicklung und sein Leben da erst an und er lernt, dass eine Familie zu haben nichts mit Blutsverwandtschaft zu tun hat. Er ist von seiner Art her einfach positiv und sympathisch, jemand den man auf Anhieb einfach mag. Er ist aber auch sehr stolz und möchte es alleine schaffen, weshalb es ihm manchmal schwerfällt Hilfe anzunehmen, doch das lassen gewisse Leute aus dem High Voltage natürlich nicht zu, sodass Juli lernt, dass es nicht schlimm ist um Hilfe zu bitten oder diese anzunehmen.

Colin ist jemand, der niemanden an sich zu Nahe heranlassen will. Die Einzige, die ein wenig mehr über ihn weiß, ist seine Schwester. Er weigert sich daher auch Beziehungen einzugehen. Doch seit er Juli gefunden hat, verletzt und halb erfroren, möchte er sich um ihn kümmern. Und eigentlich versteht er überhaupt nicht warum, da es nicht seiner Art entspricht. Mit jeder Seite mehr merkt man, wie sehr sich Juli in sein Leben einbettet und wie Colin dies unbewusst auch zulässt. Man merkt, wie von beiden Seiten immer mehr Gefühle ins Spiel kommen, doch Colin versucht es zu verdrängen, die Augen davor zu verschließen. Dass das nicht auf Dauer gut gehen kann, ist wohl so ziemlich jedem klar – außer Colin. Doch auch er muss sich im Laufe dieser Geschichte der Wahrheit und seinen Gefühlen stellen, ehe es zu spät ist. Und die anderen aus dem Club versuchen natürlich auf manchmal mehr, manchmal weniger subtile Weise ihn darauf hinzuweisen, was manchmal wirklich sehr amüsant ist.

Ich fand die Nebencharaktere einfach wunderbar. Am Anfang tat ich mir ein wenig mit den Namen schwer (liegt aber an meinem mehr als schlechten Namensgedächtnis, nicht an der Geschichte), aber mit der Zeit ging es und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen. Sogar Tim, den ich aus unerklärlichen Gründen wirklich gerne mag, und ich hoffe, dass es auch über ihn eine Geschichte zu erzählen gibt. Sie sind wirklich wie eine große Familie und ich bin froh, dass noch weitere Bände folgen werden. Der nächste handelt wohl von Ben, und ich freue mich schon sehr darauf.

Alles in allem eine wirklich tolle Geschichte mit sympathischen Charakteren, die ich jedem ans Herz legen möchte.

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr bei ElMa liest und träumt und Sabrina.

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